Was ist Daytrading? Alles, was du wissen musst

Was ist Daytrading? Alles, was du wissen musst

Was ist Daytrading?

Daytrading ist eine Handelsstrategie, bei der du ein Asset innerhalb eines Tages kaufst und verkaufst. Es geht dabei also um kleine Gewinne und schnelle Trades. Ein Daytrader hält eine Position meistens nicht über Nacht offen. Die Idee dahinter ist, dass du das Risiko von unerwarteten Bewegungen außerhalb der Handelszeiten oder in weniger liquiden Momenten so weit wie möglich begrenzt.

Stell dir vor, du kaufst Bitcoin am Morgen für 60.000 € und verkaufst ihn später am selben Tag für 60.600 €. Dann hast du versucht, von einem kurzen Anstieg innerhalb eines Handelstags zu profitieren. Das kann auch andersherum funktionieren: Wenn du erwartest, dass der Kurs fällt, kannst du auf manchen Plattformen short gehen. Dann versuchst du, an einem fallenden Kurs zu verdienen.

Daytrading ist etwas anderes als Investieren. Ein Investor schaut oft auf den langen Zeitraum und kauft zum Beispiel Bitcoin, Ethereum oder Aktien, weil er erwartet, dass diese über mehrere Jahre mehr wert werden. Ein Daytrader schaut dagegen auf kurze Bewegungen. Der schaut zum Beispiel auf Candles, Support- und Resistance-Level, Volumen, Liquidität, News und Marktstruktur.

Das Wichtigste beim Daytrading ist, dass du nicht einfach so kaufst, weil du denkst, dass etwas „schon hochgehen wird“. Ein guter Daytrader arbeitet mit einem Plan (unter anderem technischen Analysen). Wann steigst du ein? Wann steigst du aus? Wie viel Risiko nimmst du pro Trade? Wo liegt dein Stop-Loss? Was machst du, wenn der Trade gegen dich läuft? Ohne solche Regeln wirkt Daytrading schnell eher wie Zocken als wie Handeln.

###Wichtigste Erkenntnisse

  • Daytrading bedeutet, dass du Positionen innerhalb desselben Handelstags eröffnest und schließt.
  • Daytrader versuchen, von kurzen Kursbewegungen zu profitieren.
  • Das wird häufig bei Krypto, Aktien, Forex, Indizes und Futures gemacht.
  • Technische Analyse, News, Volumen und Risikomanagement spielen eine große Rolle.
  • Daytrading kann profitabel sein, ist aber auch riskant und erfordert viel Disziplin.
  • Ohne Strategie, Stop-Loss und gutes Risikomanagement kannst du schnell Geld verlieren.

Wie funktioniert Daytrading?

Daytrading beginnt meistens damit, dass du einen Markt und eine Handelsplattform auswählst. In Krypto kann das zum Beispiel eine Exchange sein, auf der du Spot oder Derivate handeln kannst. Bei Aktien nutzt du meistens einen Broker. Danach analysierst du den Markt und suchst nach Chancen, bei denen der mögliche Gewinn größer ist als das Risiko, das du eingehst.

Eine oft genutzte Methode, um Chancen zu finden, ist die technische Analyse. Dabei schaust du dir den Chart an und versuchst, Muster zu erkennen. Denk wie zuvor erwähnt an Support- und Resistance-Level, Trendlinien, Candlestick-Muster, Moving Averages, Volumen und Indikatoren wie RSI oder MACD. Das Ziel ist nicht, die Zukunft perfekt vorherzusagen, sondern Situationen zu finden, in denen die Wahrscheinlichkeit für eine bestimmte Bewegung größer als normal wirkt.

Ein Beispiel: Stell dir vor, Ethereum ist mehrmals um denselben Preis herum abgeprallt. Dieses Level kann dann als „Support“ gesehen werden. Wenn der Kurs dieses Level erneut erreicht und viel Kaufvolumen dazukommt, kann ein Daytrader entscheiden, eine Long-Position zu eröffnen (also eine Position einzugehen mit dem Gedanken, dass das Asset später im Preis steigen wird). Der Stop-Loss wird dann oft knapp unter dem Support-Level platziert, damit der Verlust begrenzt bleibt, falls der Markt doch weiter fällt.

Technische Analyse

Neben technischer Analyse nutzen einige Daytrader auch News und fundamentale Infos. In Krypto können eine wichtige Ankündigung, ETF-News, Regulierung, ein Hack, ein Listing oder makroökonomische News für starke Bewegungen sorgen. Bei Aktien können Quartalszahlen, Zinserwartungen oder Aussagen von Zentralbanken viel Einfluss haben. Daytrader versuchen solche Ereignisse manchmal aktiv zu traden, aber das bringt auch zusätzliches Risiko mit sich, weil Kurse dann sehr schnell bewegen können.

Die Nutzung von Ordertypen

Ein wichtiger Teil von Daytrading ist der Einsatz von Orders. Du kannst zum Beispiel eine Market Order nutzen, um sofort zum aktuellen Marktpreis zu kaufen oder zu verkaufen. Eine Limit Order nutzt du, um nur zu einem Preis zu kaufen oder zu verkaufen, den du festlegst. Außerdem nutzen viele Trader eine Stop-Loss-Order, um automatisch auszusteigen, wenn sich der Preis gegen sie bewegt. Ohne Stop-Loss kann ein kleiner Fehler schnell zu einem großen Verlust werden.

Daytrading dreht sich also nicht nur darum, gute Einstiege zu finden. Dein Ausstieg ist mindestens genauso wichtig. Viele Anfänger konzentrieren sich vor allem darauf, wann sie kaufen sollen, vergessen aber vorher festzulegen, wann sie Gewinne mitnehmen oder Verluste akzeptieren. Dadurch bleiben sie zu lange in einem schlechten Trade oder schließen einen guten Trade zu früh aus Angst, Gewinne wieder zu verlieren.

Was sind Merkmale von Daytrading?

Daytrading hat ein paar klare Merkmale. Es ist eine aktive Art zu handeln, bei der Geschwindigkeit, Disziplin und Risikomanagement sehr wichtig sind. Unten findest du die wichtigsten Merkmale aufgelistet.

Kurzer Zeithorizont
Beim Daytrading werden Positionen meistens innerhalb weniger Minuten oder Stunden eröffnet und geschlossen. Manche Trader machen nur ein oder zwei Trades pro Tag, während andere dutzende Trades am Tag machen. Je kürzer deine Trades dauern, desto wichtiger werden Geschwindigkeit, Liquidität und niedrige Handelskosten.

Den Markt aktiv verfolgen
Daytrading verlangt viel Aufmerksamkeit. Du kannst nicht einfach eine Position eröffnen und dann tagelang nicht mehr hinschauen. Der Markt kann sich schnell ändern, besonders in Krypto. Deshalb müssen Daytrader Charts, News und Kursbewegungen aktiv im Blick behalten.

Starker Fokus auf Volatilität
Ohne Kursbewegung gibt es wenig zu verdienen. Daytrader suchen deshalb oft Märkte, in denen genug Bewegung drin ist. Gleichzeitig sorgt Volatilität auch für zusätzliches Risiko. Ein Asset, das schnell steigen kann, kann nämlich auch schnell fallen.

Risikomanagement ist essenziell
Weil sich der Markt schnell bewegen kann, ist gutes Risikomanagement sehr wichtig. Denk an die Nutzung eines Stop-Loss, die Bestimmung deiner Positionsgröße und das vorherige Festlegen, wie viel du maximal bei einem Trade verlieren willst. Ohne Risikomanagement kann ein einziger schlechter Trade großen Schaden anrichten.

Transaktionskosten fallen stark ins Gewicht
Daytrader kaufen und verkaufen oft mehrmals am Tag. Dadurch können sich Handelskosten schnell summieren. Denk an Maker- und Taker-Fees, Spreads und mögliche Funding Fees bei Perpetual Futures. Eine Strategie, die auf dem Papier profitabel aussieht, kann in der Praxis schlechter funktionieren, wenn die Kosten zu hoch sind.

Disziplin ist wichtiger als Glück
Eine gute Strategie hat wenig Wert, wenn du dich nicht an deine eigenen Regeln hältst. Viele Trader verlieren Geld, weil sie impulsiv handeln, ihren Stop-Loss verschieben oder nach einem Verlust sofort versuchen, ihr Geld zurückzugewinnen. Das nennt man auch Revenge Trading.

Psychologie spielt eine große Rolle
Daytrading testet nicht nur dein Marktwissen, sondern auch deine Selbstkontrolle. Angst, Gier, FOMO und Zweifel sind bekannte Fallstricke. Wenn eine Coin stark steigt, kann es verlockend sein, ohne Plan einzusteigen. Und wenn ein Trade gegen dich läuft, kann es schwer sein, deinen Verlust rechtzeitig zu nehmen.

Was sind die besten Märkte für Daytrading?

Es gibt nicht den einen besten Markt für Daytrading. Der beste Markt hängt davon ab, was du suchst. Ein guter Daytrading-Markt hat meistens genug Liquidität, ausreichend Volatilität, niedrige Handelskosten und klare Preisbewegungen. Wenn ein Markt zu wenig Volumen hat, kannst du schwer ein- und aussteigen, ohne viel Slippage. Wenn ein Markt sich zu wenig bewegt, gibt es wenige Chancen. Wenn ein Markt dagegen extrem chaotisch bewegt, wird das Risiko wieder größer.

Kryptowährung Krypto ist bei Daytradern beliebt, weil der Markt 24/7 offen ist und oft viel Volatilität hat. Vor allem große Coins wie Bitcoin und Ethereum werden viel gehandelt. Auch Altcoins können interessant sein, weil sie oft stark im Preis schwanken, aber sie bringen oft mehr Risiko mit sich. Der Spread kann größer sein, die Liquidität geringer und die Kursbewegungen können heftiger ausfallen. Für Anfänger ist es meistens sinnvoller, mit großen, liquiden Kryptos zu starten statt mit unbekannten Coins mit wenig Volumen.

Aktien
Aktien sind auch beliebt fürs Daytrading. Vor allem Aktien mit viel Volumen und News rund um das Unternehmen können interessant sein. Denk an große Tech-Unternehmen, Aktien, die gerade Quartalszahlen veröffentlicht haben, oder Firmen, die viel Aufmerksamkeit bekommen. Der Vorteil von Aktien ist, dass oft viele Infos verfügbar sind. Der Nachteil ist, dass traditionelle Aktienmärkte feste Öffnungszeiten haben, wodurch viele Bewegungen rund um die Eröffnung und den Schluss stattfinden.

Forex
Forex (also der Devisenmarkt) ist einer der liquidesten Märkte der Welt. Hier handelst du Währungspaare wie EUR/USD, GBP/USD oder USD/JPY. Forex ist bei Daytradern beliebt, weil die Spreads oft niedrig sind und der Markt fast die ganze Woche offen ist. Allerdings wird im Forex oft mit Hebel gehandelt, wodurch Gewinne und Verluste schnell größer werden können.

Indizes
Indizes sind ebenfalls geeignet für Daytrading. Dabei handelst du nicht eine einzelne Aktie, sondern einen Korb aus Aktien, wie den S&P 500, Nasdaq 100, DAX oder AEX. Indizes reagieren oft stark auf makroökonomische News, Zinserwartungen und Marktstimmung. Für Trader, die lieber kein einzelnes Unternehmen analysieren wollen, können Indizes interessant sein.

Futures
Futures und Perpetual Futures werden viel von erfahrenen Daytradern genutzt. Damit kannst du oft einfach long oder short gehen und Hebel einsetzen. In Krypto sind Perpetual Futures beliebt, weil sie 24/7 handelbar sind. Trotzdem sind diese Produkte riskant. Durch Hebel kannst du mehr handeln, als du tatsächlich an Kapital hast, aber dadurch kannst du auch schneller liquidiert werden.

Rohstoffe
Rohstoffe wie Gold, Öl und Silber werden ebenfalls aktiv gehandelt. Diese Märkte reagieren oft auf geopolitische News, Inflation, Zinsen, Angebot und Nachfrage. Sie können interessant sein, erfordern aber spezielles Wissen. Öl bewegt sich zum Beispiel anders als Bitcoin, und Gold reagiert oft stark auf Zinserwartungen und den US-Dollar.

Für Anfänger sind liquide Märkte meistens am besten geeignet. Denk an Bitcoin, Ethereum, große Aktien, große Forex-Paare oder bekannte Indizes. Je niedriger die Liquidität und je höher der Hebel, desto größer ist die Chance, dass du als Anfänger Fehler machst, die viel Geld kosten.

Was sind die Vorteile von Daytrading?

Daytrading kann attraktiv sein für Trader, die sich aktiv mit dem Markt beschäftigen wollen. Du musst nicht Monate oder Jahre warten, bis sich eine Investition entwickelt, sondern siehst oft schon innerhalb desselben Tages ein Ergebnis. Trotzdem liegen die Vorteile vor allem in Flexibilität, Kontrolle und Geschwindigkeit.

Die wichtigsten Vorteile von Daytrading sind:

  • Schnelles Ergebnis Beim Daytrading weißt du oft in kurzer Zeit, ob deine Analyse gepasst hat. Du eröffnest und schließt Positionen meistens am selben Tag, dadurch siehst du schnell, ob dein Trade profitabel war oder nicht.
  • Möglichkeit, von kurzen Kursbewegungen zu profitieren Daytrader müssen nicht auf große Trends warten. Auch kleine Preisbewegungen können interessant sein, besonders wenn du in Märkten mit viel Volumen und Volatilität handelst.
  • Handeln in steigenden und fallenden Märkten Auf vielen Handelsplattformen kannst du nicht nur long gehen, sondern auch short. Dadurch kannst du versuchen, Gewinne zu machen, wenn der Markt steigt, aber auch, wenn der Markt fällt. Das macht Daytrading flexibler als nur kaufen und halten.
  • Keine langfristige Exponierung gegenüber dem Markt Weil Positionen meistens am selben Tag geschlossen werden, bist du weniger lange unerwarteten Ereignissen ausgesetzt. Du vermeidest zum Beispiel, dass du tagelang in einer Position festhängst, die gegen dich läuft.
  • Viel Kontrolle über deine Trades Du entscheidest selbst, wann du einsteigst, wann du aussteigst, wie viel Risiko du nimmst und welche Strategie du nutzt. Mit Stop-Losses, Take-Profits und klaren Regeln kannst du deinen Trading-Plan straff aufsetzen.
  • Du lernst viel über Marktverhalten Weil du aktiv auf Charts, Volumen, News und Preisbewegungen schaust, lernst du schneller, wie sich Märkte bewegen. Du bekommst ein besseres Gefühl für Trends, Support- und Resistance-Level, Volatilität und Marktstimmung.
  • Flexibel auf verschiedene Märkte anwendbar Daytrading kann auf Krypto, Aktien, Forex, Indizes, Futures und Rohstoffe angewendet werden. Dadurch kannst du einen Markt wählen, der zu deinem Wissen, deiner Risikobereitschaft und deiner verfügbaren Zeit passt.
  • Viele Trading-Momente in Krypto Gerade in Krypto gibt es viele Chancen, weil der Markt 24/7 offen ist. Das macht Krypto interessant für Trader, die außerhalb der traditionellen Börsenzeiten handeln wollen.

Was sind die Nachteile von Daytrading?

Obwohl Daytrading viele Chancen bieten kann, gibt es auch klare Risiken. Viele Anfänger unterschätzen, wie schwer es ist, konstant profitabel zu werden. Daytrading verlangt nicht nur Wissen über den Markt, sondern auch Disziplin, Geduld und emotionale Kontrolle.

Die wichtigsten Nachteile von Daytrading sind:

  • Hohe Verlustgefahr Daytrading ist riskant. Gerade Anfänger verlieren oft Geld, weil sie ohne Plan handeln, zu viel Risiko nehmen oder ihre Verluste zu lange laufen lassen.
  • Viel Zeit nötig Daytrading ist keine passive Strategie. Du musst Charts verfolgen, Trades vorbereiten, News im Blick behalten und deine Ergebnisse auswerten. Das kann viel Zeit und Energie kosten.
  • Emotional belastend Die schnellen Bewegungen des Marktes können stressig sein. Angst, Gier, FOMO und Frust spielen oft eine große Rolle. Nach einem Verlust kann es verlockend sein, sofort wieder zu traden, um dein Geld zurückzuverdienen.
  • Hohe Transaktionskosten Weil du oft kaufst und verkaufst, zahlst du auch häufiger Handelskosten. Denk an Exchange-Fees, Spreads, Funding Fees oder Brokerkosten. Diese Kosten können einen großen Teil deines Gewinns auffressen.
  • Hebel kann Verluste vergrößern Viele Daytrader nutzen Leverage, um größere Positionen zu eröffnen. Das kann Gewinne vergrößern, aber auch Verluste. Bei hohem Hebel kann schon eine kleine Bewegung gegen deine Position zu einem großen Verlust oder sogar zur Liquidation führen.
  • Disziplin ist schwer durchzuhalten Eine Strategie zu haben ist das eine, aber sich daran zu halten ist etwas anderes. Viele Trader verschieben ihren Stop-Loss, nehmen zu früh Gewinne mit oder steigen impulsiv ohne Bestätigung ein.
  • Nicht für jeden geeignet Daytrading passt vor allem zu Menschen, die aktiv handeln wollen, gut mit Stress umgehen können und bereit sind, viel zu lernen. Für viele Anleger ist eine langfristige Strategie ruhiger und übersichtlicher.
  • Steuern und Verwaltung Je nachdem, wo du wohnst und womit du handelst, musst du deine Trades für steuerliche Zwecke gut dokumentieren. Gerade wenn du viele Trades machst, kann das administrativ viel Arbeit sein.

Bekannte Daytrading-Strategien

**Trend trading **Es gibt verschiedene Strategien, die Daytrader nutzen. Eine bekannte Strategie ist Trend Trading. Dabei versuchst du, in Richtung des Marktes mitzuhandeln. Wenn der Kurs höhere Hochs und höhere Tiefs macht, suchst du nach Long-Chancen. Wenn der Kurs tiefere Hochs und tiefere Tiefs macht, suchst du nach Short-Chancen. Die Idee ist simpel: Handle mit dem Trend statt dagegen.

Breakout trading
Eine andere Strategie ist Breakout Trading. Dabei wartest du, bis der Preis aus einer wichtigen Zone ausbricht, zum Beispiel über Resistance oder unter Support. Wenn der Ausbruch mit Volumen bestätigt wird, kann das ein Signal sein, dass sich der Kurs weiter in dieselbe Richtung bewegt. Das Risiko ist, dass es auch viele falsche Breakouts gibt. Deshalb nutzen Trader oft Bestätigung und einen klaren Stop-Loss.

Range trading
Range Trading ist das Gegenteil von Breakout Trading. Dabei bewegt sich der Preis zwischen einem klaren Support und einer klaren Resistance. Trader kaufen dann in der Nähe des Supports und verkaufen in der Nähe der Resistance. Das funktioniert vor allem in Märkten ohne starken Trend. Sobald der Preis aus der Range ausbricht, kann die Strategie schlechter funktionieren.

Scalping
Scalping ist eine sehr aktive Form von Daytrading, bei der Trader versuchen, von sehr kleinen Preisbewegungen zu profitieren. Ein Scalper kann mehrere Trades pro Stunde machen und Positionen manchmal nur wenige Sekunden oder Minuten halten. Dabei sind niedrige Kosten, Geschwindigkeit und Liquidität extrem wichtig. Scalping ist meistens nicht für Anfänger geeignet, weil Fehler schnell teuer werden können.

News trading
News Trading ist Handeln auf Basis von News. Denk an Zinsentscheidungen, Inflationszahlen, Quartalszahlen, ETF-News oder wichtige Ankündigungen in Krypto. Das kann viel Bewegung bringen, aber auch viel Risiko. Der Kurs kann innerhalb von Sekunden in beide Richtungen schießen, wodurch Stop-Losses ausgelöst werden können, bevor der Markt eine klare Richtung wählt.

Welche Strategie du auch nutzt, das Wichtigste ist, dass du sie testest und konsequent anwendest. Eine Strategie muss nicht immer gewinnen, um profitabel zu sein. Wenn du Verluste klein hältst und Gewinne größer werden lässt, kannst du sogar mit einer Trefferquote unter 50% am Ende positiv rauskommen. Aber das klappt nur, wenn du dich an deine Regeln hältst.

Risikomanagement beim Daytrading

Risikomanagement ist vielleicht der wichtigste Teil von Daytrading. Viele Anfänger fokussieren sich darauf, wie viel sie verdienen können, während erfahrene Trader vor allem darauf schauen, wie viel sie verlieren können. Du kannst den Markt nie vollständig kontrollieren, aber du kannst kontrollieren, wie viel Risiko du pro Trade eingehst.

Eine oft genutzte Regel ist, nur einen kleinen Prozentsatz deines gesamten Kapitals pro Trade zu riskieren. Zum Beispiel 1% oder 2%. Stell dir vor, du hast 1.000 € Trading-Kapital und riskierst 1% pro Trade, dann darfst du maximal 10 € bei einem Trade verlieren. Das bedeutet nicht, dass du nur für 10 € kaufen darfst, sondern dass dein Stop-Loss so gesetzt wird, dass dein Verlust maximal 10 € ist, wenn der Trade schiefgeht.

Die Risk-Reward-Ratio ist auch wichtig. Wenn du 10 € riskierst, um möglicherweise 20 € zu verdienen, hast du ein Verhältnis von 1:2. Das bedeutet, dass du nicht jeden Trade gewinnen musst, um profitabel zu sein. Wenn du Verluste konsequent begrenzt und deine Gewinne groß genug sind, kann deine Strategie langfristig besser funktionieren.

Fazit

Daytrading ist eine aktive Art zu handeln, bei der du Positionen innerhalb desselben Tages eröffnest und schließt. Das Ziel ist, von kurzen Kursbewegungen in Märkten wie Krypto, Aktien, Forex, Indizes oder Rohstoffen zu profitieren. Besonders im Kryptomarkt ist Daytrading beliebt, weil der Markt immer offen ist und Kurse oft stark schwanken.

Trotzdem ist Daytrading definitiv nicht leicht. Es braucht viel Zeit, Wissen, Disziplin und Kontrolle über deine Emotionen. Du musst mit Verlusten umgehen können, klare Regeln haben und immer wissen, wie viel Risiko du eingehst. Ohne Strategie, Stop-Loss und Risikomanagement kann Daytrading schnell zu Zocken werden.

Über Finst

Finst ist eine führende Kryptowährungsplattform in den Niederlanden und bietet ultra-niedrige Trading-Gebühren, Sicherheit auf institutionellem Niveau sowie ein umfassendes Paket an Krypto-Services wie Trading, Verwahrung (Custody), Staking und Fiat On-/Off-Ramp. Finst wurde vom ehemaligen Kernteam von DEGIRO gegründet, ist als Crypto-Asset Service Provider von der niederländischen Finanzaufsicht (AFM) zugelassen und bedient private sowie institutionelle Kunden in 30 europäischen Ländern.

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