Alles, was du über den Bitcoin-eCash-Hard Fork wissen musst

Alles, was du über den Bitcoin-eCash-Hard Fork wissen musst

Was ist der Bitcoin-eCash-Hard Fork?

Der Bitcoin-eCash-Hard Fork ist im Grunde eine Art Kopie des aktuellen Bitcoin-Netzwerks, also eine Art Aufspaltung, die auf einer separaten Blockchain gestartet wird. Diese Blockchain soll eCash-Blockchain heißen. Der Ticker dieser Coin soll ECX sein.

Wichtig ist direkt zu wissen: Für Bitcoin selbst ändert sich dadurch nichts. Dein BTC bleibt einfach BTC und das Bitcoin-Netzwerk läuft wie gewohnt weiter.

Wie funktioniert das dann? Zu einem bestimmten Zeitpunkt wird eine Art Foto der Bitcoin-Blockchain gemacht, ein sogenannter Snapshot. Auf diesem Foto steht im Grunde nur: Welche Bitcoin-Adresse hat wie viel BTC?

Diese Daten werden anschließend als Ausgangspunkt für die neue eCash-Chain verwendet. Hast du zum Beispiel genau 1 BTC in deinem Wallet zum Zeitpunkt des endgültigen Snapshots? Dann ist geplant, dass du auf der neuen Blockchain auch 1 ECX bekommst. Deine 1 BTC verlierst du dadurch nicht, sie bleibt einfach auf Bitcoin. Wenn du also nichts unternimmst, ändert sich für dich auch nichts. Das gilt nur für Menschen, die Interesse an der eCash-Blockchain haben.

Nach dem Hard Fork hast du also in der Theorie 1 BTC im Bitcoin-Netzwerk und 1 ECX auf der eCash-Blockchain. ECX ist also kein zusätzliches Bitcoin, sondern ein komplett anderer Token auf einer anderen Blockchain, der den aktuellen Status des Bitcoin-Netzwerks kopiert und als Ausgangspunkt nutzt.

Noch ein Punkt, der ziemlich verwirrend sein kann: Der Name eCash existiert bereits. Es gibt nämlich schon ein anderes eCash-Netzwerk mit dem Ticker XEC.

Diese angekündigte Bitcoin-Abspaltung verwendet ebenfalls den Namen eCash, will aber den Ticker ECX nutzen. XEC und ECX sind also nicht dasselbe. Es handelt sich um zwei verschiedene Token von zwei verschiedenen Projekten.


Wichtigste Erkenntnisse

  • Die geplante eCash-Abspaltung will eine Kopie der Bitcoin-Geschichte und der bestehenden BTC-Salden erstellen.
  • Die neue Blockchain verwendet laut Plan den Token ECX, während BTC auf Bitcoin unverändert bleibt.
  • Eine Adresse mit 1 BTC zum endgültigen Snapshot-Zeitpunkt würde laut Plan 1 ECX erhalten.
  • Die Abspaltung verändert die Konsensregeln des bestehenden Bitcoin-Netzwerks nicht.
  • ECX ist etwas anderes als XEC, der Token des bereits bestehenden eCash-Netzwerks.

Wann findet der Bitcoin-eCash-Hard Fork statt?

Der Start von eCash erfolgt nicht auf einmal, sondern in drei Schritten. Die Alpha-Version ist für etwa den 23. August 2026 geplant, bei Bitcoin-Block 963.648. Danach folgt die Beta-Version um den 20. September herum, bei Block 967.680. Der eigentliche Mainnet-Start ist für etwa den 31. Oktober 2026 geplant, bei Block 973.728.

Laut dem Projekt werden erst bei diesem letzten Schritt die endgültigen ECX-Salden zugeteilt.

Kleine, aber wichtige Randnotiz: Diese Daten sind nicht zu 100 % fest. Bitcoin-Blöcke werden nämlich nicht sauber nach einer Uhr gefunden. Manchmal geht es etwas schneller, manchmal etwas langsamer. Deshalb sind die Blockhöhen eigentlich wichtiger als die genannten Daten.

Eine Blockhöhe ist übrigens einfach die laufende Nummer eines Blocks auf der Bitcoin-Blockchain. Block 963.648 ist also buchstäblich der 963.648. Block. Weil niemand genau vorhersagen kann, wann so ein Block gefunden wird, kann der tatsächliche Fork etwas früher oder später stattfinden als das geschätzte Datum.

Für Holder bedeutet das vor allem eines: Schau nicht nur auf den Kalender, sondern vor allem auf die Blockhöhe und die aktuellen Updates des Projekts.

Willst du ECX erhalten? Dann ist es sinnvoll, rund um den Fork-Zeitpunkt besonders aufmerksam zu sein. Vor allem dann, wenn du BTC verschiebst, eine Crypto Wallet nutzt oder dein BTC bei einer Crypto Exchange liegt.

Prüfe in diesem Fall vorher genau, was deine Wallet oder Exchange konkret unterstützt und was die neuesten Informationen des eCash-Projekts sind. Kurz gesagt: Wenn du ECX mitnehmen willst, behalte die Situation rund um diese Blockhöhen gut im Blick.

Warum wird Bitcoin geforkt?

Ganz einfach gesagt: Die Macher von eCash wollen Funktionen hinzufügen, die auf Bitcoin selbst noch nicht breit umgesetzt wurden. Statt darauf zu warten, dass Bitcoin diese Änderungen vielleicht irgendwann übernimmt, starten sie deshalb einfach eine separate Blockchain, auf der sie diese Ideen selbst ausprobieren können.

Ein wichtiger Bestandteil davon sind sogenannte Drivechains.

Hinter dem Projekt steht Paul Sztorc, Gründer und CEO von LayerTwo Labs. Er ist auch der Erfinder von BIP-300, einem Vorschlag, um Drivechains auf Bitcoin möglich zu machen. BIP steht für Bitcoin Improvement Proposal: im Grunde einfach ein offizieller Vorschlag, um technisch etwas an Bitcoin zu ändern.

BIP-300 und das dazugehörige BIP-301 sind derzeit noch Vorschläge. Sie sind also kein Teil der aktiven Regeln des Bitcoin-Netzwerks.

Deshalb wählt das eCash-Projekt einen anderen Weg: eine eigene Blockchain, auf der solche Funktionen direkt hinzugefügt werden können.

Diese neue Chain soll vor allem Raum bieten, um mit Dingen wie Sidechains, Skalierbarkeit und Privacy zu experimentieren.

Eine Sidechain ist ganz einfach eine separate Blockchain, die mit einer größeren Blockchain wie Bitcoin verbunden werden kann. Die Idee ist, dort neue Dinge zu testen und zu bauen, ohne die Grundregeln von Bitcoin selbst sofort anpassen zu müssen.

Und als BTC-Holder? Dann musst du eigentlich nichts tun, wenn du daran nicht teilnehmen willst. Laut Plan bleibt dein BTC einfach so bestehen wie bisher. Möglicherweise bekommst du zusätzlich einen separaten ECX-Saldo auf der neuen Chain.

Wenn du Bitcoin einfach weiter nutzen willst und kein Interesse an eCash hast, kannst du die neue Chain im Prinzip einfach links liegen lassen.

Was sind Drivechains?

Drivechains sind im Grunde ein vorgeschlagenes System, mit dem du Bitcoin mit separaten Sidechains verbinden kannst.

Die Idee ist, dass du BTC vorübergehend auf so eine Sidechain verschiebst, dort andere Funktionen oder Experimente nutzt und dein BTC später wieder zurück auf die normale Bitcoin-Blockchain holst. Klingt einfach, aber unter der Haube steckt ziemlich viel Technik.

BIP-300 beschreibt zum Beispiel, wie so eine Auszahlung von einer Sidechain zurück zu Bitcoin funktionieren soll. Miner stimmen dabei über Tausende von Bitcoin-Blöcken hinweg über vorgeschlagene Auszahlungen ab. Erst wenn eine Auszahlung genug Unterstützung bekommt, kann sie ausgeführt werden. Dadurch kann der Prozess ziemlich lange dauern.

Mit anderen Worten: Dein BTC ist nicht sofort wieder auf der Mainchain, sobald du auf „auszahlen“ drückst. Das System wartet erst lange auf genug Bestätigungen von Minern.

Diese lange Wartezeit soll zusätzliche Kontrolle bieten, macht das System aber auch deutlich komplizierter. Außerdem bist du ziemlich stark davon abhängig, was Miner tun.

Dann gibt es noch BIP-301. Es fügt etwas hinzu, das „blind merged mining“ heißt.

Dabei können Bitcoin-Miner mit einer Sidechain Geld verdienen, ohne selbst die Node-Software dieser Sidechain ausführen oder genau prüfen zu müssen, was dort alles passiert.

Die Nutzer der Sidechain erstellen selbst den Sidechain-Block. Miner können anschließend bieten, um Informationen über diesen Block in einen Bitcoin-Block aufzunehmen.

Das Wort „blind“ bedeutet hier also ganz wörtlich, dass der Miner nicht selbst überprüft, was auf der anderen Chain passiert.

Das kann es für Miner einfacher machen, mitzumachen, ist aber gleichzeitig auch ein wichtiger Streitpunkt. Kritiker finden das Drivechain-Modell unter anderem ziemlich komplex und weisen darauf hin, dass Nutzer bei Auszahlungen stark von Minern abhängig sind.

Bekommen Bitcoin-Halter kostenlos eCash?

Laut Plan: ja, ein Stück weit schon. Wenn zum Zeitpunkt des Snapshots BTC auf deiner Bitcoin-Adresse liegt, bekommst du auf der neuen eCash-Chain automatisch einen passenden ECX-Saldo. Hast du zum Beispiel zu diesem Zeitpunkt 1 BTC? Dann würdest du auf der neuen Blockchain auch 1 ECX bekommen.

Es gibt allerdings eine Ausnahme: Ein Teil der Wallets, die möglicherweise Satoshi Nakamoto gehören, wird laut Plan ausgeschlossen.

Aber Achtung: „kostenlos ECX bekommen“ bedeutet nicht, dass plötzlich zusätzliches Bitcoin aus dem Nichts entsteht. Dein BTC bleibt einfach auf Bitcoin. Der ECX existiert nur auf der neuen Blockchain. In der Theorie kann das also viel Geld wert sein, es kann aber auch wertlos sein. Das kann derzeit niemand mit Sicherheit sagen.

Und noch wichtiger: Nur weil dir ECX zugeteilt wird, heißt das nicht automatisch, dass der Token auch sofort Geld wert ist. Es ist nicht garantiert, dass ECX auf dem Kryptomarkt handelbar wird, auf Exchanges erscheint oder genug Liquidität hat, um ihn leicht kaufen und verkaufen zu können.

Die Idee erinnert ein wenig an frühere Blockchain-Forks, bei denen bestehende Salden auf eine neue Chain kopiert wurden. Aber dass du irgendwo ECX auf dem Papier hast, sagt also noch nichts darüber aus, wie leicht du darauf zugreifen kannst, ob Menschen es kaufen wollen oder ob Exchanges es überhaupt unterstützen werden.

Musst du etwas tun, um eCash zu erhalten?

Laut dem Projekt musst du vorher eigentlich nichts Besonderes tun. Kein Formular ausfüllen, kein Konto anlegen und dich nirgendwo anmelden.

Die neue eCash-Chain will zum gewählten Snapshot-Zeitpunkt automatisch prüfen, welche Bitcoin-Adressen BTC haben, und diese Salden auf die neue Blockchain kopieren.

Es gibt dabei allerdings eine wichtige Voraussetzung: Wenn du später selbst auf dieses ECX zugreifen willst, musst du die Private Keys der Bitcoin-Adresse verwalten, auf der zum Zeitpunkt des Snapshots BTC lag.

Ein Private Key ist ganz einfach der geheime Schlüssel, mit dem du beweist, dass eine Crypto-Adresse dir gehört, und mit dem du Transaktionen signieren kannst.

Liegt dein BTC bei einer Crypto Exchange, einem Broker oder einer custodial Crypto Wallet? Dann hast du diese Private Keys meistens nicht selbst in der Hand. Der Anbieter verwaltet sie dann für dich. Wie Exchanges damit umgehen werden, bleibt also ebenfalls noch abzuwarten.

Ob so ein Anbieter dir ECX anschließend auch gibt, unterstützt oder auszahlen lässt, entscheidet der Anbieter selbst. Nur weil der Fork stattfindet, heißt das also nicht automatisch, dass deine Exchange oder dein Broker ECX auch für dich regelt.

Und das hier ist wirklich wichtig: Gib niemals einfach deine Seed Phrase oder deinen Private Key an eine unbekannte Website, App oder ein sogenanntes Claim-Tool weiter.

Eine Seed Phrase ist diese Reihe geheimer Wörter, mit der du deine Crypto Wallet wiederherstellen kannst. Wer diese Wörter hat, kann im Grunde auf deine Wallet zugreifen. Wenn dich also jemals jemand danach fragt, gib sie unter keinen Umständen weiter!

Laut Plan ist überhaupt kein spezielles Claim-Formular nötig, um ECX zugeteilt zu bekommen. Wenn du also auf eine Website stößt, die sagt, dass du zuerst deine Seed Phrase eingeben, deinen Private Key teilen oder Geld bezahlen musst, um dein ECX zu claimen, dann ist das ein enormes Warnsignal.

Warum ist der Bitcoin-eCash-Hard Fork umstritten?

Der eCash-Hard Fork ist vor allem deshalb umstritten, weil die geplante Verteilung über frühe Bitcoin-Adressen, die Satoshi Nakamoto zugeschrieben werden, nicht ganz eins zu eins übernommen wird.

Rund 1,1 Millionen frühe BTC werden über das sogenannte Patoshi-Muster Satoshi zugeordnet. Dieses Muster ist eine bekannte Blockchain-Analyse, beweist aber nicht endgültig, dass Satoshi Eigentümer dieser Adressen ist. Deshalb wird die Formulierung „Satoshi zugeschrieben“ oft verwendet.

Im angekündigten Plan würden etwa 600.000 ECX bei diesen relevanten Adressen bleiben. Rund 500.000 ECX würden an frühe Finanziers und die Entwicklung gehen. Manche Menschen sehen darin ein Problem, weil es vom Prinzip abweicht, dass ein kopierter Saldo nur der Person gehören sollte, die den dazugehörigen Private Key besitzt.

Sztorc will dagegen betonen, dass niemand BTC verliert. Es geht nur darum, wie die neuen ECX-Coins auf der separaten Blockchain verteilt werden. Dein Bitcoin selbst bleibt einfach bestehen. Die Diskussion dreht sich also vor allem darum, wer Anspruch auf diese neuen Coins haben sollte und ob so eine Umverteilung überhaupt fair ist. Auf dem Bitcoin-Netzwerk selbst ändert sich an den BTC-Salden nichts.

Auch der Name eCash kann für Verwirrung sorgen. Es gibt nämlich seit 2021 bereits ein anderes eCash-Projekt mit dem Ticker XEC. Die neue ECX-Chain hat also nichts mit XEC zu tun, weil sie einen anderen Ursprung und eine andere Entwicklung hat.

Was ist der Unterschied zwischen eCash, Bitcoin und Bitcoin Cash?

Bitcoin, Bitcoin Cash, das bestehende eCash und die geplante ECX-Chain sind verschiedene Netzwerke mit unterschiedlichen Token und unterschiedlicher Geschichte.

  • Bitcoin (BTC): Das ursprüngliche Bitcoin-Netzwerk. Die geplante ECX-Abspaltung verändert die BTC-Regeln nicht. BTC bleibt auf der bestehenden Bitcoin-Blockchain aktiv.
  • Bitcoin Cash (BCH): Ein eigenständiges Netzwerk, das sich am 1. August 2017 von Bitcoin abgespalten hat, nach einem Streit über Skalierbarkeit und Blockgröße. BCH und BTC teilen nur die Geschichte vor dieser Abspaltung.
  • eCash (XEC): Ein bestehendes Netzwerk, das aus Bitcoin Cash ABC hervorgegangen ist. Es erhielt am 1. Juli 2021 den Namen eCash und verwendet den Ticker XEC.
  • Die geplante eCash-Chain (ECX): Eine angekündigte Abspaltung, die das Bitcoin-Ledger kopieren und danach mit ECX als Token weitermachen will. Diese Chain will Drivechains und blind merged mining hinzufügen.

Der wichtigste Unterschied liegt im Ticker. ECX gehört zur geplanten neuen Bitcoin-Abspaltung, während XEC zum bestehenden eCash-Projekt gehört. Die Namen klingen also sehr ähnlich, aber es sind zwei verschiedene Projekte und Coins.

Welche Risiken hat der Bitcoin-eCash-Hard Fork?

Der eCash-Hard Fork bringt eine Reihe von Risiken und Unsicherheiten mit sich. Der Fork ist nämlich noch nicht abgeschlossen und einige Details können sich noch ändern.

  • Marktrisiko: ECX hat keinen garantierten Wert. Es ist also noch offen, wie viel Nachfrage es nach der Coin geben wird, wie viel Liquidität vorhanden sein wird und ob Crypto Exchanges ECX überhaupt listen werden.
  • Timingrisiko: Der Zeitplan kann sich noch ändern. Wer rund um den Fork-Zeitpunkt BTC auf Basis veralteter Informationen verschiebt, kann dadurch überrascht werden.
  • Custody- und Betrugsrisiko: Bewahrst du dein BTC bei einer Crypto Exchange, einem Broker oder einem anderen Anbieter auf, bist du davon abhängig, was dieser Anbieter mit ECX macht. Verwahrst du dein Bitcoin selbst, sei besonders vorsichtig bei Websites oder Apps, die nach deinem Private Key oder deiner Seed Phrase fragen. Dadurch kannst du sowohl dein BTC als auch dein ECX verlieren.
  • Software- und Replay-Risiko: Die eCash-Chain verwendet opt-in Replay Protection. BTC und ECX müssen nach dem Fork deshalb zuerst sauber voneinander getrennt werden, bevor du Transaktionen ausführst. Wenn du das nicht tust, kann eine Transaktion auf der einen Chain möglicherweise auch auf der anderen Chain ausgeführt werden. Das Projekt sagt, dass die offizielle Wallet dafür ein sogenanntes Coin-Splitting-Verfahren anbieten wird.
  • Drivechain-Risiko: Bei Drivechains sind Miner an Auszahlungen von Sidechains beteiligt. Manche Menschen warnen, dass das zusätzliche Risiken schafft und den Prozess nur noch schwieriger macht. In bestimmten Situationen könnte ein Miner laut dieser Kritik sogar versuchen, eine andere Auszahlung zu genehmigen. Dieses Risiko bezieht sich auf das neue Drivechain-Design und bedeutet nicht, dass dein BTC auf Bitcoin einfach gestohlen werden kann.

Wichtig zu wissen ist, dass der eCash-Fork Bitcoin kopiert, statt die Regeln von Bitcoin zu ersetzen. Der Fork kann also nicht einfach deinen BTC-Saldo im ursprünglichen Bitcoin-Netzwerk ändern oder verschieben.

Was bedeutet der eCash-Hard Fork für Bitcoin-Halter?

Verwahrst du dein Bitcoin zum Zeitpunkt des endgültigen Snapshots selbst, behältst du laut Plan einfach dein BTC und bekommst möglicherweise zusätzlich einen separaten ECX-Saldo. Nur für einen Teil der Adressen, die Satoshi Nakamoto zugeschrieben werden, gilt eine Ausnahme.

Wenn du nichts mit ECX machen willst, musst du auch nichts tun, um dein BTC zu behalten. Dein Bitcoin bleibt einfach im Bitcoin-Netzwerk und muss wegen des Forks nicht verkauft, umgewandelt oder verschoben werden.

Wie genau das funktioniert, hängt vor allem davon ab, wo du dein Bitcoin aufbewahrst:

  • Self-Custody: Du verwaltest deine Private Keys selbst. In diesem Fall kannst du möglicherweise selbst auf dein ECX zugreifen, sobald zuverlässige und geeignete Software verfügbar ist.
  • Verwahrung über einen Dienst: Liegt dein BTC bei einer Crypto Exchange, einem Broker oder einem Custodian? Dann entscheidet dieser Anbieter, ob ECX unterstützt und an Nutzer zugeteilt wird.
  • Kein Interesse an ECX: Dann musst du für dein BTC nichts tun. Bleib aber aufmerksam gegenüber Phishing und gib niemals deine Seed Phrase oder Private Keys weiter.

Es kann sinnvoll sein, nicht direkt nach dem Fork mit ECX zu arbeiten. Warte lieber, bis zuverlässige Wallet-Software, klare Anleitungen zum Trennen von BTC und ECX sowie Informationen von deinem Anbieter verfügbar sind. Dein BTC kurz vor dem Fork auf eine andere Adresse zu senden, nur um ECX zu bekommen, kann dagegen zusätzliche Kosten und Risiken mit sich bringen.

Fazit

Der Bitcoin-eCash-Hard Fork verändert Bitcoin selbst nicht. Geplant ist, eine neue Blockchain zu starten, die die Bitcoin-Geschichte kopiert und danach mit ECX und eigenen Regeln weitermacht. Dein BTC bleibt währenddessen einfach im Bitcoin-Netzwerk bestehen.

Die neue Chain will unter anderem Drivechains und blind merged mining hinzufügen. Für Bitcoin-Halter kann das bedeuten, dass sie neben ihrem BTC auch ECX bekommen, aber wie viel ECX am Ende wert sein wird und wie breit die neue Chain unterstützt wird, ist noch unklar.

Die meiste Diskussion dreht sich um die geplante Umverteilung eines Teils des ECX, der mit Adressen verknüpft ist, die Satoshi Nakamoto zugeschrieben werden. Außerdem kann der Name eCash für Verwirrung sorgen, weil es bereits ein anderes eCash-Projekt mit dem Ticker XEC gibt. Das Wichtigste, was du dir merken solltest: ECX, XEC, BTC und BCH sind verschiedene Coins. Wenn du nichts mit ECX machen und einfach dein BTC behalten willst, musst du laut Plan nichts tun, sei aber besonders vorsichtig bei unbekannten Claim-Seiten, Private Keys und Seed Phrases.

Über Finst

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