APR vs APY erklärt

APR vs APY erklärt

Was sind APR und APY?

APR und APY sind zwei Möglichkeiten, Zinsen oder Rendite auf dein Geld oder deine Investition auf Jahresbasis auszudrücken. Du begegnest APR und APY unter anderem bei Sparkonten und verliehenem Geld, aber auch innerhalb des Kryptomarktes: Lending, Staking und Liquidity Pools innerhalb von DeFi-Plattformen

APR steht für Annual Percentage Rate, also den jährlichen Zinssatz, den du zahlst oder erhältst, ohne Zinseszinsen (Compounding) zu berücksichtigen. Er gibt dir somit ein Bild der erwarteten jährlichen Rendite, ausgedrückt als Prozentsatz des jeweiligen Betrags

APY steht für Annual Percentage Yield, also die jährliche Rendite, die Zinseszinsen berücksichtigt. Das bedeutet, dass APY davon ausgeht, dass die Zinsen, die du periodisch erhältst, deinem Guthaben hinzugefügt werden und anschließend ebenfalls (zusätzliche) Zinsen erwirtschaften (bei Wiederanlage/Compounding)

Durch diesen Ausgangspunkt ist der APY oft höher als der APR.


Wichtigste Erkenntnisse

  • APR ist der „Basiszinssatz“ auf Jahresbasis und berücksichtigt in der Regel keine Zinseszinsen.
  • APY ist die effektive Jahresrendite und bezieht Zinseszinsen (Compounding) mit ein.
  • Je häufiger Zinsen gutgeschrieben werden (zum Beispiel wöchentlich statt monatlich), desto höher kann der APY bei gleichem Basissatz ausfallen.
  • Ohne Compounding verdienst du nur Zinsen auf dein Startkapital, während du mit Compounding auch Zinsen auf bereits erhaltene Zinsen verdienst.

Was ist der Unterschied zwischen APR und APY?

Der Unterschied zwischen APR und APY liegt in den Zinseszinsen (Compounding). Beim APR berechnest du Zinsen nur auf den ursprünglichen Betrag. APY berücksichtigt Zinseszinsen und zeigt, was du auf Jahresbasis verdienst, wenn erhaltene Zinsen deinem Guthaben hinzugefügt werden und anschließend wieder mitverzinst werden. Wie viel du letztendlich erhältst, hängt daher auch davon ab, wie häufig die Zinsen gutgeschrieben werden (zum Beispiel wöchentlich statt monatlich): Je häufiger Compounding stattfindet, desto höher ist die effektive Jahresrendite bei gleichem Basissatz.

In der Praxis wird APY häufig bei Produkten verwendet, bei denen Zinsen regelmäßig gutgeschrieben und (automatisch oder nicht) erneut investiert werden können, wie beim Sparen und auch bei Krypto-Anwendungen wie Staking und Lending. Einige Anbieter kommunizieren dennoch nur einen APR (den nominalen Jahreszinssatz). In diesem Fall vermittelt APY oft ein realistischeres Bild deiner jährlichen Rendite, allerdings nur, wenn die Zinsen tatsächlich reinvestiert werden und der Zinssatz über den Zeitraum hinweg mehr oder weniger gleich bleibt

Einfache Erklärung von APR

APR (Annual Percentage Rate) ist der erwartete jährliche Zinssatz ohne Zinseszinsen. Stell dir vor, du möchtest 100 Krypto-Token über DeFi gegen Zinsen über Lending verleihen. Die Plattform gibt an, dass du 10% APR auf den Startbetrag, also 100 Token, verdienst. Dann hättest du nach einem Jahr auf Basis des Startbetrags 110 Token.

Die APR-Berechnung ist relativ einfach:

Die Grundformel lautet:
Zinsen pro Jahr = Einlage × APR

Hier ist r der jährliche Zinssatz (als Dezimalzahl, also 10% = 0,10) und n die Anzahl der Gutschriften pro Jahr (zum Beispiel 52 bei wöchentlich oder 12 bei monatlich).

Beispiel:
Du verleihst 100 Token zu 10% APR.
Dann betragen die Zinsen nach einem Jahr:
100 × 0,10 = 10

Dein Endbetrag ist dann:
100 + 10 = 110 Token

APR gibt dir also lediglich einen Basiszinssatz an und geht nicht davon aus, dass du periodisch ausgezahlte Zinsen reinvestierst. Er vermittelt dir somit eine flache Erwartung, bei der Compounding nicht berücksichtigt wird

APR ist daher hilfreich, wenn du verstehen möchtest, wie hoch der Zinssatz ist, aber weniger geeignet, wenn dein Produkt automatisch Zinseszinsen anwendet. In diesem Fall möchtest du wissen, was du effektiv auf Jahresbasis verdienst, und hier kommt APY ins Spiel

Einfache Erklärung von APY

APY (Annual Percentage Yield) zeigt, was du auf Jahresbasis verdienst, wenn Zinseszinsen berücksichtigt werden. Das bedeutet, dass die Zinsen, die du zwischenzeitlich erhältst, erneut investiert oder automatisch deinem Guthaben hinzugefügt werden, sodass du in der nächsten Periode Zinsen auf einen höheren Betrag erhältst.

Je häufiger Compounding stattfindet, desto höher fällt der APY aus (bei gleichem Basiszinssatz). Deshalb kann ein Produkt mit einem „Basiszinssatz“ von beispielsweise 10% letztendlich einen APY von etwa 10,51% erzielen, wenn die Zinsen wöchentlich gutgeschrieben und reinvestiert werden.

Die APY-Berechnung ist im Gegensatz zum APR komplexer, da du berücksichtigen musst, dass du periodisch Zinsen erhältst, die du direkt reinvestierst.

Die Grundformel lautet:
APY = (1 + r/n)ⁿ − 1

Beispiel:
Du verleihst 100 Token zu 10% (Basiszinssatz) mit wöchentlichem Compounding.

Dann beträgt der APY:
(1 + 0,10/52)⁵² − 1 ≈ 0,1051 = 10,51%

Dein Endbetrag ist dann:
100 × (1 + 0,10/52)⁵² ≈ 100 × 1,1051 = 110,51 Token

Das bedeutet: Bei 10% APR ohne Compounding endest du bei 110 Token, mit wöchentlichem Compounding (APY) jedoch bei etwa 110,51 Token.

Wichtig zu beachten: APY geht in der Regel von einer Wiederanlage zum gleichen Zinssatz über das gesamte Jahr aus. In der Praxis kann dieser Zinssatz variieren, insbesondere bei variablen Zinsen in Krypto und DeFi. APY ist daher eine nützliche Vergleichsgröße, basiert jedoch weiterhin auf Annahmen.

Ist APR oder APY besser?

Welche Zinsberechnung besser ist, hängt vollständig davon ab, wofür du sie verwenden möchtest und welches Produkt du vergleichst. Wenn du die erwarteten jährlichen Zinsen berechnen willst, ohne vorhast, deine Zinsen zu reinvestieren, ist APR oft am klarsten

Wenn du jedoch planst, deine Zinsen zu reinvestieren, um Zinseszinsen zu verdienen, gibt dir APY ein besseres Bild. Innerhalb von Krypto sieht man häufig, dass Plattformen deine Zinsen automatisch reinvestieren, wodurch APY ein realistischeres Bild vermittelt

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Fazit

APR und APY wirken auf den ersten Blick ähnlich, messen jedoch nicht dasselbe. APR zeigt vor allem den Basiszinssatz auf Jahresbasis und ist daher hilfreich, um einen Zinssatz schnell zu vergleichen oder wenn du deine Zinsen nicht (erneut) mitverzinsen lässt. APY geht einen Schritt weiter und zeigt die effektive Jahresrendite, sobald Zinseszinsen eine Rolle spielen, zum Beispiel wenn Zinsen regelmäßig gutgeschrieben und reinvestiert werden. Dadurch ist APY meist ein realistischeres Prozentmaß bei Produkten mit Compounding, insbesondere in Krypto, wo Auszahlungen oft häufiger erfolgen. Achte dabei jedoch auf die Annahmen: APY setzt voraus, dass deine Zinsen tatsächlich reinvestiert werden und dass sich der Zinssatz nicht kontinuierlich ändert. Wenn du also wirklich wissen möchtest, was du nach einem Jahr erwarten kannst, schaue nicht nur auf den Prozentsatz, sondern auch darauf, wie oft Zinsen ausgezahlt werden, ob Compounding automatisch erfolgt und ob der Zinssatz fest oder variabel ist.

Über Finst

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